Martin D 16 GT im Test: erschwingliche Dreadnought Westerngitarren

Salopp formuliert ist die Martin D 16 GT eine große Gitarre für relativ kleines Geld. Okay, die Definition, was unter kleinem Geld zu verstehen ist, hängt sicher vom Blickwinkel des Betrachters ab.

Aber Fakt ist nun mal, dass die 16er Reihe von Martin ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und speziell die D-16GT eine feine Westerngitarre ist.

Introduktion

Für diese Gitarren spricht, dass das Unternehmen über eine sehr lange Tradition im Gitarrenbau verfügt. Da können Platzhirsche wie Gibson oder Fender nur bedingt bzw. überhaupt nicht mithalten.

Firmengründer Christian Friedrich Martin Senior verließ im Jahre 1833 das heimische Markneukirchen und wanderte vom Vogtland nach New York aus, um dort ein Gitarrenbaugeschäft zu eröffnen, was ihm zu Hause – da er kein Mitglied der Geigenbauerzunft war – verwehrt blieb. Wären doch die Vogtländer damals schon so locker und freundlich gewesen wie heute! Vielleicht gäbe es dann einen großen deutschen Gitarrenhersteller namens Martin...

So aber ist die Firma heute in den USA ansässig und hat weltweit einen exzellenten Ruf. Dies sicher auch deshalb, weil die ganz Großen unter den Stars vorzugsweise auf ihren Gitarren made by Martin zu spielen pflegten. Beispiele gefällig? Neil Young, Jimi Hendrix, Joan Baez, Paul Simon, Johnny Cash, Elvis Presley - liest sich schon irgendwie beeindruckend, oder? Wer solche Referenzen hat, muss die Konkurrenz nicht fürchten.

Soundcheck

Jetzt aber zurück zur D 16 GT: Die hat den typischen Dreadnought-Sound. Martin eben. Richtig voll klingend, gerade zu fett und angenehm drückend. Einfach kraftvoll. Dazu kommen die Bässe massiv und die Höhen bleiben sauber. Also alles so, wie es klingen muss.

Das im Vergleich zu ähnlichen Gitarren anderer Hersteller längere Sustain macht den Sound nur rund. Und beim Picking geht die D-16GT richtig ab, da setzt das Teil Maßstäbe in Sachen gute Bespielbarkeit.

Das Material

Chrom-Mechaniken, massive Sitka Fichtendecke, Boden und Zargen sind aus massivem Mahagoni gefertigt, für den Hals verwendet Martin Hartholz. Steg, Griffbrett und Brücke sind aus Black Micarta. Die D-16GT hat 20 Bünde und ansonsten keinen Schnickschnack, Bindings etc - aber sehen Sie selbst:

Die Preise

...liegen bei der D-16GT unter 2.000 Euro. Für dieses Geld bekommt man eine Westerngitarre, die sehr stimmstabil ist und im Akkordspiel absolut sauber und ausgewogen klingt.

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Made by... Martin

Der bereits weiter oben erwähnte Christian Friedrich Martin Senior ging um 1820 in der damals besten Wiener Gitarrenmanufaktur bei Johann Georg Stauffer in die Lehre und brachte es dort schnell zum Vorarbeiter. Mit fundiertem Wissen kehrte er Anfang der 1830er Jahre zurück in die Heimat, verließ diese aber – siehe oben – und ging seinem Tagwerk fortan in Amerika nach.

Wer heute über Gitarren aus dem Hause Martin spricht, spricht zugleich auch von einer fast 200jährigen Erfahrung im Instrumentenbau. Und das ist der Unterschied zwischen einer Martin und einer Gitarre.

Schlussakkord

Der fällt bei diesem Review kurz und bündig aus: Die Martin D 16 GT einfach anspielen, genießen, freuen und dann ab damit nach Hause!


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