Gibson Hummingbird Gitarren im Test:
Der Dreadnought Westerngitarren Klassiker 

Kann eine Gitarre tatsächlich eine Seele haben? Die Gibson Hummingbird schon! Dessen war sich zumindest der legendäre Roy Orbison (unter anderem The Traveling Wilburys) sicher.

Zu seinem Equipment gehörten zahlreiche Gitarren aus dem Hause Gibson, darunter auch eine Hummingbird, "die meinen Songs das gewisse Etwas – nennen Sie es ruhig Seele – verleiht." So der Musiker in einem Interview von 1986.

Introduktion

Wer es greifbarer mag, muss nur wenige Akkorde auf der Hummingbird spielen. Der hochwertig verarbeitete Korpus sorgt für einen vollen Klang bis hinauf in die oberste Etage der Tonleiter und garantiert zudem einen Sound, der sich abhebt aus der Masse der Imitate.

Wer also auf der Suche nach einer wirklich guten Westerngitarre ist, sollte sich näher mit der Gibson Hummingbird beschäftigen.

Soundcheck

Zu vergleichen ist diese Gitarre am ehesten mit jenem Mittelklassewagen, von dem die Werbung einst behauptete, er läuft und läuft und läuft. Robust und doch vielseitig einsetzbar, wurde die Gibson Hummingbird seit 1960 zum treuen Begleiter für viele Musiker auf der Bühne und im Studio.

Der Dauerbrenner aus Nashville besitzt einen unverwechselbaren, sehr individuellen Klang: Satt und warm. Zudem lässt sich der Sound noch je nach der Art der Bespannung variieren. Das kann dann schon von tief metallisch bis zart seiden reichen und erklärt, was Roy Orbison einst mit seinem Statement von der Seele seiner Hummingbird gemeint haben könnte.

Das Material

Der Boden und die Zargen bestehen aus massivem Mahagoni; der Hals ist ebenfalls aus Mahagoni gefertigt. Eine massive Sitka-Fichtendecke sowie ein Palisander Griffbrett mit 20 Bünden runden die Gitarre ab.

Hinzu kommen Grover Kidney Mechaniken bzw. je nach Modell Gold Gotoh Mechaniken, eine 24-3/4" Mensur sowie ein Pickup mit aktiver Elektronik und einem im Schallloch integrierten Volume Control.

Die Preise

Wer einmal im Quartal am Lagerfeuer sitzt und "Country Roads" in die Runde schmettert, ist mit einer Klampfe aus dem Supermarkt bereits bestens ausgestattet. Für den Einsatz auf der Bühne und im Studio käme ein solches Modell wohl eher nicht in Frage.

Für alle anderen gibt es die Hummingbird ab ca. 500 Euro bis zu – je nach Ausstattung und Fabrikation – hohen vierstelligen Beträgen. Ja – das ist viel Geld, aber die Hummingbird ist es wert.

Made by... Gibson

Ein Blick in die Geschichte verrät, dass die Hummingbird aus gutem Hause kommt: Die Gibson Guitar Corporation gehört zu den ältesten amerikanischen Gitarrenherstellern. 1902 gegründet, integrierte der Gibson-Konzern im Lauf der Jahre so bekannte Marken wie Epiphone, Steinberger und Oberheim unter seinem Dach.

1984 verlegte das Unternehmen seinen Firmensitz nach Nashville und zählt heute gemeinsam mit Fender zu den führenden Gitarrenherstellern weltweit. Über 100 Jahre Erfahrung in der Fertigung von Saiteninstrumenten sprechen wohl für sich.

Schlussakkord

Die Faszination einer Gibson Hummingbird lässt sich mit Worten nur schwer beschreiben. Dieses Instrument muss man spielen, hören und fühlen. Bereits nach wenigen Minuten wird sie ihre Seele offenbaren und dann lässt sich vielleicht erahnen, weshalb diese Gitarre zur Legende wurde.


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