Dreadnought Gitarre: Westergitarren mit großem Korpus im Check

Dreadnought Gitarren

Es war kurz vor dem Ersten Weltkrieg als die erste Dreadnought Gitarre entstand. Es war (Frank Henry) Martin, von gleichnamiger weltbekannter Gitarren-Firma, der damals ein riesiges Zupfinstrument baute.

Er bot Sie unter dem Namen "akustische Gitarre" an, wobei der Erfolg ausblieb. Dies war wohl die Urform der heutigen Dreadnought, jedoch wurde das eigentliche Geburtsjahr dieses Instrumentes auf 1916 datiert. Frank Henry Martin und Harry Hunt entwarfen die Gitarre mit einem großen Korpus.

sehr laut und durchsetzungsstark

Diese besondere Bauform hatte den Effekt, dass die Gitarre – besonders für damalige Zeiten – wirklich sehr laut war und eine große Durchsetzungsfähigkeit bewies. Das war nun der eigentliche Unterschied zur normalen akustischen Gitarre, und der Erfolg trat langsam ein. Es begeisterten sich zahlreiche bekannte Musiker nach und nach für das schöne Instrument und so fand das Dreadnought Modell, was übrigens zu deutsch "Fürchtenichts" heißt, schnell großen Anklang. Hier sehen Sie einige Prachtexemplare:

Sound

Auch heute ist die Dreadnought vor allem wegen ihrem lauten Sound bekannt und beliebt. Die sehr durchsetzungsfähige Performance, die ausdrucksstarken Bässe und die alles überragende Transparenz zeichnen diese besondere Westerngitarre aus. Prädestiniert ist das Instrument für so genannte "Flatpicker"; gerne wird sie in für die Musikrichtungen Bluegrass, Blues- und Folk benutzt.

Sie erzeugt eine ganz großartige Stimmung, und auch im "Strumming"(geschlagen gespielte Akkorde) ist die Gitarre unübertroffen. Die Dreadnought ist sicherlich nichts für den edel eleganten Auftritt mit feinen, zarten Tönen, jedoch ist sie eine Allrounderin, die durchwegs immer sympathisch ankommt.

Bekannte Modelle:

Nachfolgend möchten wir Ihnen drei der populärsten und schönsten Dreadnought Modell präsentieren.

Martin Flat-Top

Natürlich gehört zu den Top 3 Dreadnought Modellen auch eine, die der Erfinder der Dreadnought Gitarren entworfen hat. Die Flat-Top ist definitiv eine der Besten weltweit. Die Korpusform, das Bracing, die dekorativen Verzierungen machen die Flat-Top zu einem ganz außergewöhnlichen Modell. Sie ist eine der lautesten Gitarren, der Sound dringt tief ins Innere hinein.

Zuerst ist jeder stets ein wenig erschrocken, wenn die Flat-Top zum ersten Mal angeschlagen wird, dann aber erobert sie schnell eines jeden Herz. Ebenfalls überaus populär aus dem Hause Martin sind die Dreadnoughts D-18 und D-28.

Gibson J-45

1934 bemerkte auch die Firma Gibson, dass Martin mit seinen neuartigen Gitarren zahlreiche Erfolge erzielte, so zogen sie nach und präsentierten das Modell J-45. Das "J" steht für Jumbo, was allerdings nichts mit der Gitarrenart, sondern vielmehr mit der Größe zu tun hat.

Der Unterschied zwischen Martin und Gibson ist, dass die Dreadnought von Gibson runde "Schultern" und die von Martin eckige "Schultern" besitzen. Die J-45 ist nicht nur die beliebteste Dreadnought-Gitarre von Gibson, sondern gehört zudem zu den am meisten gekauften Westerngitarren.

Gibson Hummingbird

Im Jahr 1960 brachte Gibson ein weiteres, sehr erfolgreiches Dreadnought Modell auf den Markt. Ebenfalls mit geraden Schultern. Schon der Name ist legendär – die Gibson Hummingbird. Die Hummingbird erfreut sich ebenfalls bis heute großer Beliebtheit, sie ist auch heutzutage noch ein fixer Bestandteil aus dem Basissortiment von Gibson.


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